Garage und Gartenhaus entrümpeln
In der Garage steht selten ein Auto. Sie ist Werkstatt, Lager und Abstellplatz zugleich. Beim Räumen entscheidet vor allem eines: wie nah wir mit dem Fahrzeug herankommen.
Was in einer Garage typischerweise steht
Das meiste davon nehmen wir mit. Reifen zählen dazu, sagen Sie uns nur vorher, wie viele Sätze es sind. Eine Werkbank zerlegen wir, wenn sie verschraubt ist. Ist sie einbetoniert oder gemauert, bleibt sie stehen, dafür brauchen Sie einen Fachbetrieb.
- Reifensätze, oft vier bis acht Stück, mit und ohne Felgen
- Regale voller Schraubgläser, Werkzeug und Ersatzteile
- Eine Werkbank, meist verschraubt oder an der Wand befestigt
- Fahrräder, Kinderräder, Dachboxen und Anhängerteile
- Gartenmöbel, Sonnenschirme, Griller, Schläuche
Warum die Zufahrt den Preis bestimmt
Bei einer Garage in einer Reihenhaussiedlung stehen wir direkt vor dem Tor. Dann geht ein Regal in einem Zug hinaus. In einer Tiefgarage mit zwei Metern Durchfahrtshöhe ist das anders: Dort passt unser Fahrzeug nicht hinein, wir tragen über die Rampe oder den Lift.
Jeder Meter, den wir tragen statt zu schieben, kostet Zeit. Deshalb fragen wir bei der Besichtigung zuerst nach Zufahrt, Tor, Durchfahrtshöhe und Schlüssel für die Schranke.
- Direkte Zufahrt bis zum Tor: der günstige Fall
- Tiefgarage mit Höhenbeschränkung: deutlich längere Wege
- Stellplatz im Hof mit Einfahrt über das Haustor: vorher mit der Hausverwaltung klären
- Schrebergarten ohne Zufahrt: wir tragen bis zum nächsten befahrbaren Weg
Gartenhaus und Schrebergarten
Beim Gartenhaus ist der Weg fast immer das Thema. Viele Anlagen lassen kein Fahrzeug auf das Gelände. Dann tragen wir bis zum Tor der Anlage, und diese Strecke muss vorher bekannt sein, sonst stimmt der Preis nicht.
Im Häuschen selbst finden sich Polster, Werkzeug, Netze, Töpfe, Vertikutierer und alte Geräte. Das Gartenhaus bleibt stehen. Wir räumen den Inhalt, wir nehmen keine Bauteile ab.
Was in Garagen liegen bleibt
Es gibt Dinge, die wir nicht übernehmen dürfen, und in Garagen liegen sie besonders oft: Altöl in Kanistern, Autobatterien, Farbreste und Lack in offenen Gebinden, Gasflaschen vom Griller. Dafür braucht es einen dafür befugten Betrieb.
Sagen Sie uns vorher, ob so etwas dabei ist. Wir stellen es zur Seite, räumen den Rest, und Sie behalten eine überschaubare Menge, um die Sie sich noch kümmern.
Zeitbedarf und Fixpreis
Eine übliche Einzelgarage ist an einem halben Tag leer, wenn wir davor stehen können. Steht sie in einer Tiefgarage im dritten Untergeschoss, wird derselbe Inhalt zu einem Tagesthema.
Feuchtigkeit entscheidet über den halben Inhalt
Kondenswasser im Souterrain
Garagen unter Wohnhausanlagen liegen halb im Erdreich, im Frühjahr schlägt sich warme Luft an kalten Wänden nieder. Alles, was an der Außenwand steht, zieht Wasser: Spanplattenregale wellen sich, Sperrholzrücken lösen sich auf, Polstermöbel riechen nach wenigen Monaten muffig. Wer noch etwas herausholen will, stellt es mit zehn Zentimetern Abstand zur Wand und auf Holzleisten.
Kartons als Zeitbombe
Umzugskartons, die nach dem letzten Umzug in der Garage geblieben sind, halten oft nur zwei Winter. Der Boden weicht durch, beim Anheben reißt alles heraus, und der Inhalt liegt verstreut. Für den Räumtag heißt das mehr Handarbeit und längere Wege. Prüfen Sie vorher stichprobenartig zwei Kartons aus der untersten Lage, bevor Sie planen, sie im Ganzen zu tragen.
Werkzeug mit Flugrost
Handwerkzeug, Fahrräder und Gartengeräte überstehen Jahre in der Garage besser, als viele annehmen. Flugrost auf Sägeblättern oder Zangen sitzt meist nur oberflächlich und lässt sich abziehen. Das ist der Grund, warum aus einer Garage öfter etwas anrechenbar ist als aus einem trockenen Dachboden voller Textilien: Metall verträgt Feuchtigkeit, Papier und Stoff verlieren dabei jeden Wert.
Eine Stunde Vorbereitung, die den Termin verkürzt
Fahren Sie das Auto am Vorabend heraus und stellen Sie es woanders ab, denn eine halb belegte Box halbiert die Arbeitsbreite. Räumen Sie danach eine Gasse von der Tür bis zur Rückwand frei, breit genug für eine Sackrodel. Regale werden von oben nach unten leergeräumt, nicht rundherum, sonst kippt beim Abbauen die halbe Wand nach vorn. Wer Werkzeug behalten will, legt es vorher in eine markierte Kiste außerhalb der Box.
In Wohnhausanlagen kommt der zeitliche Rahmen dazu. Klären Sie mit der Hausverwaltung, ob die Zufahrt zur Rampe an dem Tag frei ist, ob eine Schranke einen Code braucht und ob im Innenhof gehalten werden darf. Sagen Sie der Hausbetreuung Bescheid, wenn im Stiegenhaus oder in der Einfahrt kurzzeitig etwas steht. Beim Schrebergarten gilt dasselbe für das Vereinstor: Wer den Schlüssel hat, sollte am Vormittag erreichbar sein.
Richtwerte für Garage und Gartenhaus
| Was geräumt wird | Typischer Zeitbedarf | Ab-Preis |
|---|---|---|
| Einzelne Stücke, etwa ein Regal und vier Reifen | ein bis zwei Stunden | ab € 99 |
| Garagenbox oder Gartenhaus in üblicher Größe | ein halber Tag | ab € 290 |
| Doppelgarage bis 45 Quadratmeter mit Werkbank | ein Tag | ab € 690 |
Fixpreis nach kostenloser Besichtigung. Die Zufahrt ist dabei der wichtigste Punkt, nicht die Anzahl der Kisten.
Häufige Fragen
Nehmen Sie alte Reifen mit?
Ja. Sagen Sie uns nur vorher die Anzahl, damit der Platz im Fahrzeug eingeplant ist.
Können Sie in eine Tiefgarage einfahren?
Meist nicht. Bei zwei Metern Durchfahrtshöhe tragen wir über Rampe oder Lift, das dauert länger.
Bauen Sie die Werkbank ab?
Verschraubte Werkbänke zerlegen wir. Gemauerte oder einbetonierte bleiben stehen, dafür brauchen Sie einen Fachbetrieb.
Was ist mit dem Gartenhaus selbst?
Wir räumen den Inhalt. Das Häuschen bleibt stehen, Bauteile nehmen wir nicht ab.
Muss ich beim Termin selbst anwesend sein?
Jemand muss aufsperren und am Ende gegenzeichnen, das kann auch ein Nachbar oder ein Angehöriger sein. Wichtig ist, dass die Person weiß, was bleiben soll. Ohne diese Info bleibt im Zweifel alles stehen, was persönlich aussieht, und dann fehlt am Ende die halbe Räumung. Ein Foto mit Markierungen vorab reicht meistens aus.
Was passiert mit angebrochenen Farbdosen im Regal?
Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl und Benzinkanister dürfen wir nicht übernehmen, dafür braucht es einen dafür befugten Betrieb. Stellen Sie diese Gebinde vor dem Termin zur Seite, damit sie nicht im Stapel untergehen. Reifen, Metallteile, Holz und ausgediente Elektrogeräte nehmen wir dagegen ohne Aufpreis mit, auch alte Autobatterien bleiben ausgenommen.
Machen Sie den ersten Schritt
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