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Ratgeber

Was ist mein Hausrat noch wert?

Zwischen „das ist doch ein Vermögen“ und „das will keiner mehr“ liegt die Wahrheit – und die kann Ihre Entrümpelung deutlich günstiger machen.

Die ehrliche Nachricht zuerst: Der Großteil gebrauchten Hausrats hat heute wenig Marktwert. Massenmöbel der letzten Jahrzehnte, Schrankwände, gebrauchte Polstermöbel – dafür zahlt niemand mehr, im Gegenteil: Ihr Abtransport kostet. Aber in fast jeder Wohnung stecken Ausnahmen, und genau die suchen wir bei der Besichtigung: Massivholzmöbel (auch renovierungsbedürftig), Werkzeug und Maschinen, Schallplatten, Bücher mit Sammlerwert, Porzellan-Serien, Uhren, Münzen, alte Spielsachen, Militaria, Designklassiker – und immer wieder unterschätzt: komplette Küchengeräte jüngerer Baujahre.

So funktioniert die Wertanrechnung bei uns: Wir bewerten verwertbare Stücke ehrlich zum realistischen Händler-Einkaufspreis und ziehen die Summe direkt von Ihrem Entrümpelungspreis ab – transparent als eigene Position im Angebot. Bei kompletten Wohnungsauflösungen macht das oft mehrere hundert Euro aus; in Einzelfällen deckt die Anrechnung fast die ganze Räumung.

Was Sie selbst tun können

Verkaufen Sie Einzelstücke mit klarem Wert (Marken-Fahrrad, Konsole, Designerlampe) am besten vorher selbst auf willhaben – dort erzielen Sie Endkundenpreise, die keine Firma anrechnen kann. Alles andere überlassen Sie gesammelt uns: Der Aufwand des Einzelverkaufs von hundert Kleinteilen frisst dessen Erlös nämlich zuverlässig auf. Und Erinnerungsstücke ohne Marktwert – Fotos, Briefe, die Handarbeit der Großmutter – legen wir grundsätzlich für Sie beiseite: Wert ist nicht immer Geld.

Sie möchten vorab eine Einschätzung? Schicken Sie Fotos der fraglichen Stücke per WhatsApp – wir sagen ehrlich, was Anrechnung bringt und was nicht.

Drei Beispiele aus der Praxis

Erstens Hernals: In der Kellerwerkstatt standen Handwerkzeug, eine Ständerbohrmaschine und zwei Kisten mit Schraubstöcken – die Anrechnung dafür deckte einen spürbaren Teil der Kellerräumung. Zweitens Döbling: eine Wohnung voller Massenmöbel, aber mit einer vollständigen Porzellanserie und rund vierhundert Schallplatten im Kasten. Drittens Mödling: eine erst wenige Jahre alte Einbauküche samt Geräten, die geschlossen an einen Käufer ging. Dreimal dasselbe Muster – der Wert lag nie dort, wo ihn die Familie vermutet hatte.

So läuft die Bewertung beim Rundgang

Bei der Besichtigung gehen wir mit Ihnen Raum für Raum durch und sagen laut, was Anrechnungswert hat und was nicht – das dauert selten länger als eine halbe Stunde. Auffällige Stücke fotografieren wir, im Zweifel fragen wir kurz bei einem Händler nach. Die Summe steht danach als eigene Position im Angebot, nicht als vages Versprechen. Und was gut erhalten, aber nicht handelbar ist, geht an Sozialprojekte oder direkt an Käufer weiter.

Warum Schätzungen aus dem Internet danebenliegen

Angebotspreis ist kein Erlös

In Kleinanzeigen steht, was jemand verlangt, nicht was jemand bezahlt hat. Ein Schrank kann monatelang zu einem Wunschpreis inseriert sein und trotzdem nie einen Käufer finden. Wer seinen Hausrat nach solchen Zahlen bewertet, kommt auf Summen, die niemand je auszahlt. Aussagekräftig sind nur abgeschlossene Verkäufe, und die stehen selten öffentlich sichtbar irgendwo.

Der Zustand entscheidet

Zwischen einem Stück, das man abstauben kann, und einem, das erst hergerichtet werden muss, liegt der ganze Wert. Wasserränder auf Furnier, ein fehlender Schlüssel, ein Riss in der Rückwand: Jeder dieser Punkte kostet Arbeitszeit, die jemand aufwenden muss, bevor das Möbel wieder verkäuflich ist. Deshalb sind gepflegte Massivholzstücke aus dem Wohnzimmer oft mehr wert als Antiquitäten vom Speicher.

Ganze Serien statt Einzelteile

Sechs gleiche Sessel bringen zusammen deutlich mehr als sechsmal ein einzelner Sessel. Dasselbe gilt für vollständiges Geschirr, komplette Besteckkassetten oder eine Bibliothek zu einem Thema. Wer vorher die schönsten drei Teller verschenkt, senkt den Wert des Restes. Lassen Sie zusammen, was zusammengehört, bis jemand den Bestand gesehen hat.

Was Sie vor dem Rundgang klären

Sammeln Sie alles, was zu einem Stück gehört, an einem Platz: Rechnungen, Schlüssel, Ersatzteile, Bedienungsanleitungen, bei Bildern die Rückseite mit Galerieaufkleber. Legen Sie diese Unterlagen sichtbar auf das jeweilige Möbel, nicht in eine Lade. Danach entscheiden Sie, was auf keinen Fall weg soll, und markieren es mit einem Klebeband in einer auffälligen Farbe. Alles ohne Markierung gilt beim Rundgang als besprechbar, das verkürzt den Termin erheblich.

Beim Rundgang selbst hilft eine ehrliche Reihenfolge. Zeigen Sie zuerst die Räume, in denen Sie selbst Wert vermuten, danach Keller und Abstellraum. Sagen Sie dazu, was Sie über die Herkunft wissen, auch wenn es wenig ist. Der Fixpreis entsteht nach der kostenlosen Besichtigung aus der Gesamtmenge und dem Weg zum Fahrzeug, angerechnet wird, was sich tatsächlich weitergeben lässt. Eine Wohnung bis 45 Quadratmeter liegt bei € 690, bevor etwas gegengerechnet wird.

Häufige Fragen

Kauft ihr auch einzelne Stücke an, ohne Entrümpelung?

Unser Modell ist die Anrechnung im Rahmen eines Auftrags. Für reine Verkäufe wertvoller Einzelstücke empfehlen wir Fachhändler oder Auktionshäuser – da bekommen Sie mehr.

Woher weiß ich, dass die Bewertung fair ist?

Sie steht als eigene Position im schriftlichen Angebot – vergleichbar und nachvollziehbar. Bei besonders wertvollen Stücken raten wir sogar aktiv zum Fachhändler.

Was passiert mit brauchbaren Sachen ohne Sammlerwert?

Gut Erhaltenes geben wir bevorzugt weiter statt es zu verladen – Weitergabe vor Wegwerfen ist bei uns Grundsatz.

Was passiert mit Schmuck oder Bargeld, das beim Räumen auftaucht?

Solche Funde werden nie angerechnet und nie mitgenommen. Wir legen sie sofort beiseite, melden uns bei Ihnen und übergeben alles persönlich oder dokumentiert – bei Verlassenschaften auf Wunsch mit Foto und kurzer Liste. Dasselbe gilt für Sparbücher, Urkunden und Fotos, die in Kästen und Laden auftauchen.

Zieht ihr den Wert vom Fixpreis ab oder zahlt ihr aus?

In aller Regel wird gegengerechnet, das heißt der Fixpreis sinkt um den Betrag, auf den wir uns beim Rundgang einigen. Eine Auszahlung ist die Ausnahme und kommt nur vor, wenn der anrechenbare Wert höher liegt als der Preis für die Arbeit. Was zählt, steht vorher fest und nicht erst am Räumtag.

Was ist mit Büchern und Schallplatten?

Bücher aus den letzten fünfzig Jahren bringen fast nie etwas, egal wie gut sie aussehen. Bei Schallplatten hängt alles am Zustand von Rille und Hülle sowie an der Pressung. Beides lohnt sich nur in Menge und nur, wenn jemand die Bestände wirklich durchsieht. Rechnen Sie hier eher mit einer kleinen Minderung als mit einer echten Anrechnung.

Machen Sie den ersten Schritt

Foto per WhatsApp oder kurzer Anruf – mehr braucht es nicht für Ihre ehrliche Preisauskunft. Diskret, unverbindlich, kostenlos.

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