Keller & Dachboden: Was darf dort eigentlich lagern?
Die Wahrheit über die zwei beliebtesten Abstellräume Wiens: Was unten und oben gut aufgehoben ist – und was Sie dort besser nie hinstellen.
Beginnen wir mit dem Wichtigsten: Gänge, Stiegen und Gemeinschaftsflächen müssen frei bleiben. Was außerhalb des eigenen Abteils steht – das Fahrrad im Gang, der Kasten vor der Kellertür – gefährdet im Ernstfall Fluchtwege, und die Hausverwaltung darf die Entfernung veranlassen. Wer sein Abteil regelmäßig durchforstet, hat dieses Problem nie; wem es über den Kopf gewachsen ist, dem hilft unsere Kellerentrümpelung ab € 290.
Der Keller ist kühl, aber oft feucht – gut für: Werkzeug, Reifen, Einweckgläser, Getränke, robuste Sportgeräte, Kisten aus Kunststoff. Schlecht für: Papier, Fotos, Textilien, Matratzen, Elektronik und alles aus Leder – das holt sich in zwei Wintern Stockflecken. Faustregeln: nichts direkt an die Außenwand, alles zehn Zentimeter über den Boden (Regal oder Palette), Kunststoffboxen statt Kartons.
Der Dachboden ist trocken, aber heiß im Sommer und eiskalt im Winter – gut für: Koffer, Christbaumschmuck, stabile Deko, leere Kartons. Schlecht für: Kerzen (schmelzen wirklich), Schallplatten (verziehen sich), Elektronik, Fotos und alles, was Temperaturwechsel übelnimmt. Und in vielen Häusern gilt: Der Dachboden ist Gemeinschaftsfläche – was dort lagern darf, regelt die Hausordnung.
Der Zwei-Jahres-Check
Einmal im Jahr eine halbe Stunde mit der Stirnlampe: Was zwei Jahre unberührt lagert und weder Erinnerung noch Saisonware ist, darf gehen. So bleibt das Abteil ein Lager – und wird kein Archiv des Aufschiebens. Wenn es doch so weit gekommen ist: Foto schicken, Fixpreis erhalten, Abteil in zwei Stunden wieder frei.
Beschriften und wiederfinden
Ein Lager ist nur so gut wie sein Etikett. Bewährt hat sich: Jede Box bekommt eine Nummer, die beschriftete Stirnseite zeigt zum Gang, und im Handy liegt unter derselben Nummer ein Foto des offenen Inhalts. Wer es genauer mag, hängt innen an die Abteiltür eine kurze Liste. Das klingt nach Aufwand, spart aber genau jene Suchaktionen, bei denen am Ende drei Boxen offen stehen und niemand sie wieder zumacht.
Zweimal im Jahr: der Saisonwechsel
Kellerabteil und Dachboden funktionieren am besten mit Rhythmus. Im Frühjahr wandern Winterausrüstung, Schi und schwere Decken hinein, im Herbst kommen Gartenmöbel, Reifen und Sonnenschirm dazu – und bei beiden Terminen schauen Sie kurz auf Feuchtigkeit, Stockflecken und Kartons, die nachgeben. Nach dem Winter lohnt der Blick besonders: Was einen feuchten Februar überstanden hat, hält weiter; was Flecken zeigt, kommt gleich auf die Weitergabe-Liste.
Warum Keller und Dachboden zwei völlig verschiedene Klimazonen sind
Feuchte im Altbaukeller
Ziegelgewölbe unter einem Wiener Zinshaus haben oft keine Feuchtesperre, die Wand zieht Wasser aus dem Erdreich und gibt es an die Luft ab. Karton saugt sich voll, Bücher wellen sich, Metall setzt Flugrost an. Ein einfaches Hygrometer zeigt Ihnen in einer Woche mehr als jede Faustregel darüber, ob Ihr Abteil trocken genug für Papier ist.
Hitze unterm Dach
Ein nicht ausgebauter Dachboden erreicht im Wiener Sommer unter dem Blechdach Temperaturen, bei denen Kerzen weich werden, Klebeband sich löst und Schallplatten sich verziehen. Elektronik mit Akku hat dort ebenfalls nichts verloren. Gut aufgehoben ist alles, was Hitze verträgt: Holzmöbel, Koffer, Geschirr und Textilien in geschlossenen Boxen.
Gang und Stiegenhaus
Was im Gang vor dem Abteil steht, ist kein Lager, sondern ein Fluchtweg. Hausbetreuung und Hausverwaltung greifen dort erfahrungsgemäß ohne lange Vorwarnung durch, und im Ernstfall geht es nicht um Ordnung, sondern darum, dass die Feuerwehr durchkommt. Auch ein einzelnes Fahrrad an der Kellerstiege zählt dazu.
Was Sie an einem einzigen Nachmittag im Abteil verbessern
Nehmen Sie zuerst alles heraus, was im Gang steht, und stellen Sie es vor das Abteil. Dann arbeiten Sie in drei Richtungen: nach oben, weil die obersten dreißig Zentimeter unter der Decke fast immer leer sind, nach hinten, wo meist das Älteste steht, und nach unten, wo Sie alles auf Paletten oder Leisten bringen. Zehn Zentimeter Abstand zum Boden retten bei einem Rohrbruch die unterste Reihe.
Was Sie herausräumen und nicht mehr behalten wollen, stellen Sie an einer einzigen Stelle zusammen, statt es über den Hof und das Stiegenhaus zu verteilen. Möbel, Hausrat, Sperrmüll, Holz, Metall, Textilien und ausgediente Elektrogeräte nehmen wir mit. Farben, Lacke, Öle, Batterien und Gasflaschen dürfen wir nicht übernehmen, dafür braucht es einen dafür befugten Betrieb. Ein Kellerabteil kostet € 290 als Fixpreis nach einer kostenlosen Besichtigung vor Ort.
Häufige Fragen
Darf die Hausverwaltung mein Kellerabteil räumen lassen?
Das eigene, versperrte Abteil grundsätzlich nicht ohne Weiteres – Gemeinschaftsflächen und Gänge dagegen schon. Details regeln Hausordnung und Mietvertrag; bei Aufforderungen der Verwaltung lohnt rasches Handeln.
Ihr räumt auch ganze Hauskeller für Verwaltungen?
Ja, mit Aushang-Koordination und Vorher-Nachher-Fotodoku je Abteil – ein Standardauftrag bei Sanierungen und Brandschutz-Begehungen.
Was ist die beste Verpackung für Kellerlagerung?
Stapelbare Kunststoffboxen mit Deckel, beschriftet an der Stirnseite, auf Regal oder Palette. Kartons saugen Feuchtigkeit und kollabieren nach wenigen Jahren.
Das Abteil ist zu klein – was hilft wirklich?
Meist nicht mehr Fläche, sondern mehr Höhe: Ein stabiles Regal bis unter die Decke nutzt den Raum deutlich besser als Stapel am Boden. Danach hilft nur ehrliches Durchgehen. Was Sie zwei Winter lang nicht gebraucht haben, darf gehen – und die sperrigen Reste holen wir in einem Termin ab.
Kann ich Winterreifen im Kellerabteil lagern?
Reifen vertragen Kellerklima gut, solange sie nicht in der Sonne oder direkt neben einer Heizungsleitung liegen. Kompletträder stellen Sie stehend nebeneinander, Reifen ohne Felge stapeln Sie liegend. Was die Hausordnung dazu sagt, ist die zweite Frage, manche Häuser untersagen es. Ausgediente Reifen nehmen wir bei einer Entrümpelung des Abteils mit.
Wie lange hält ein Möbelstück im Keller durch?
Das hängt am Material und nicht am Kalender. Vollholz und Metall überstehen Jahre, Spanplatte mit Furnier quillt im feuchten Abteil oft schon nach zwei Wintern an den Kanten auf, Polstermöbel nehmen einen Geruch an, den kein Lüften mehr herausbringt. Wenn Sie ein Stück erst in fünf Jahren wieder brauchen, ist der Keller selten der richtige Ort dafür.
Machen Sie den ersten Schritt
Foto per WhatsApp oder kurzer Anruf – mehr braucht es nicht für Ihre ehrliche Preisauskunft. Diskret, unverbindlich, kostenlos.